|
|
|
 |
Lehrstuhl für Kommunikationssicherheit
Beweisbar sichere Verschlüsselung |
|
| |
| |
|
 |
|
|
|
 |
 |
Organisation |
|
| Stundenumfang: | 3 SWS |
| Vorlesungstyp: | Wahlpflicht-Vorlesung (140222) |
| Raum/Zeit: | IC 1/161, Mo 10:00 (s.t.)–11:00
IC 5/161, Mi 16:00 (s.t.)–17:30
|
| Beginn: | Mittwoch, 4.4.2007 |
| Zielgruppe: | Hauptstudium Diplomstudiengang Sicherheit in der Informationstechnik (ITS)
Master-Studiengang Sicherheit in der Informationstechnik (MS ITS) |
| Dozent: | Dr. Bodo Möller |
Prüfungstage: Montag, 23. Juli und Mittwoch, 8. August.
 |
 |
Dokumente |
|
Vorlesungsfolien (PDF):
Übungsblätter (PDF):
- Blatt 1
(RoR-OTCPA, LoR-OTCPA, RoR-CPA, LoR-CPA);
Lösungen und Hinweise zu Aufgaben 1.1–1.5
- Blatt 2
(PRP und RoR-OTCPA; Counter Mode);
Lösungen und Hinweise zu Aufgaben 2.1–2.4;
Anleitung zu Aufgabe 2.5
- Blatt 3
(PRF);
Lösungen zu Aufgaben 3.1 und 3.2
- Blatt 4
(PRP)
- Blatt 5
(Counter Mode)
- Blatt 6
(CBC)
- Blatt 7
(PRF als MAC);
Lösungen zu Aufgaben 7.1a und 7.1b
 |
 |
Inhalt |
|
Wann können kryptographische Verfahren als sicher gelten? Auf
Ad-hoc-Konstruktionen kann man sich oft nicht verlassen: Es gibt
viele Beispiele von subtilen Schwachstellen, die leicht zu
übersehen sind. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man beweisen
kann, dass eine Konstruktion Sicherheit bietet.
Eine Voraussetzung dafür ist die Formalisierung der
Sicherheitsziele, also eine präzise Beschreibung, was von den
Verfahren erwartet wird. Hierfür kann man ein formalisiertes
Angriffsspiel beschreiben, in dem ein Angreifer mit einem
Verfahren interagiert. Sind die Erfolgsaussichten jedes denkbaren
Angreifers verschwindend gering, so ist das Sicherheitsziel
erreicht.
Eine Aussicht auf einen vollständigen Sicherheitsbeweis für ein
kryptographisches Verfahren hat man allerdings nur in den wenigsten
Fällen (sonst wären fundamentale Fragen der Komplexitätstheorie
geklärt). Man muss sich also mit bescheideneren Zielen begnügen.
Wir unterscheiden zwischen kryptographischen Primitiven einerseits
und darauf aufbauenden kryptographischen Konstruktionen
andererseits. Setzen wir (einfache) Sicherheitseigenschaften der
Primitive voraus, so können wir (kompliziertere) Eigenschaften von
Konstruktionen beweisen. Ein solcher Beweis durch Reduktion sagt
nichts für irgendwelche bestimmten Primitive, kann aber jedenfalls
die Stimmigkeit einer Konstruktion an sich bestätigen.
Die Vorlesung behandelt Konzepte und Techniken der beweisbaren
Sicherheit in der Kryptographie konzentriert sich dabei
exemplarisch auf die Verschlüsselung. Es gibt zahlreiche
Szenarien und Sicherheitsbegriffe für Verschlüsselung
und eine Vielfalt an kryptographischen Primitiven und
kryptographischen Konstruktionen:
- symmetrische Verschlüsselung, Public-Key-Verschlüsselung
-
Chosen plaintext attack (CPA), chosen ciphertext attack (CCA);
left-or-right (LoR), real-or-random (RoR), find-then-guess (FtG), semantische Sicherheit;
integrity of ciphertexts (INT-CTXT)
- pseudorandom generator (PRG), pseudorandom function (PRF), pseudorandom
permutation (PRP); Public-Key-Verfahren
- Modes of operation (Counter Mode, CBC), hybride Verschlüsselung
Von konkreten kryptographischen Primitiven (wie etwa AES) wird
abstrahiert, trotzdem können kryptographische Konstruktionen aus
der Praxis betrachtet werden, z.B. aus dem SSL/TLS-Protokoll.
 |
 |
Qualfikationsziele |
|
Ziel der Lehrveranstaltung ist das Kennenlernen und Anwenden von
formalen Methoden zum Beurteilen der Sicherheit kryptographischer
Verfahren, speziell auch das Kennenlernen von verschiedenen
Sicherheitsbegriffen und grundlegenden Konstruktionen für die
Verschlüsselung.
|
|
| |
|
|